Mein Leben in Bildern

August 2000: Nach dem Ende meiner Beziehung zu Jana, wollte ich mich erst einmal wieder vollkommen auf mich konzentrieren und Dinge tun, die man in einer Beziehung eher weniger tut und war irgendwie auch mal wieder froh, auf niemanden Rücksicht zu nehmen oder Rechenschaft ablegen zu müssen. Ich ging viel weg (Disco, Kneipe etc.), unternahm viel mit Diane, Höhni und Kathleen oder eben Mario.
Eines Tages, es war mal wieder Wochenende - damals arbeiteten Mario und ich noch zusammen in der Folien Gmbh Merseburg als Flexodrucker -  beschlossen wir, dass wir doch mal wieder zusammen nach Leipzig an den Kulkwitzer See Zelten fahren könnten. Gesagt, getan und so fuhren wir das Wochenende vom 17.- zum 19.08.2000 nach Kulkwitz und machten auch gleich am ersten Abend "einen drauf". Doch am zweiten Abend, wir spielten gerade Billiard und waren auch schon wieder ganz ordentlich drauf, da viel mir eine junge niedliche Frau auf, die vor der Toilette wartete, weil dort gerade die Tür verschlossen war. Kraft meiner "Wassersuppe" (1,5 im Turm oder so ähnlich), sprach ich sie an und wollte ihr bei der Schlüsselbeschaffung für die Toilette behilflich sein. Naja, ich möchte nun hier auch nicht jede Kleinigkeit bis ins kleinste Detail wiedergeben, entwickelte sich daraus ein Gespräch. Aus diesem Gespräch erfuhr ich, dass sie Ramona heißt und mit einem Bekannten hier nur auf einen Kaffee vorbeigekommen wäre. Auf mein Bitten hin, ob ich sie mal anrufen könne, gab sie mir zwar erst zögerlich, aber letzlich doch noch ihre Handynummer. Nun, der Rest ist Geschichte. Wir trafen uns dann einige Male und sind letztendlich ein Paar geworden, nur mit dem kleinen Unterschied zu allen anderen Beziehungen, wir sind heute noch ein Paar.  Okay, lange Rede, kurzer Sinn; unten links seht ihr das wahrscheinlich erste Foto von Ramona. Es entstand in meiner Merseburger Wohnung im Fliegerstädtchen. Sie war 28 Jahre und ich kurz vor meinem 37'sten Geburtstag. Die anderen beiden Fotos entstanden zur EXPO 2000 in Hannover. Wir waren dort zusammen mit Mario gewesen. Alle 3 Fotos entstanden im Oktober 2000.

                                                                   

 

Ja und ebenfalls im Oktober des selben Jahres machten wir auch gleich unsere erste Urlaubsreise nach Cala Millor/Mallorca. Okay, dieses Foto hätte auch bei "Hämpels, Müllers, Maiers oder Schulzes" im Schlafzimmer fotografiert worden sein, aber nein, dieses gefiel mir und erinnert mich eben an "Malle".

 


 

 

2x Fliegerstädtchen. Die Straße in der ich wohnte hieß Junkersstrasse (Dez. 2000). Daneben eines der letzten Fotos auf meinem herrlichen Balkon (Frühjahr 2001), bevor ich im Juli 2001 meine Heimat Merseburg verlies, um nach Leipzig/Leutzsch "auszuwandern". Anfangs war mir der Gedanke von Merseburg wegzuziehen nie in den Sinn gekommen, aber was man aus Liebe nicht alles tut. Heute bin ich froh in Leipzig eine neue Heimat gefunden zu haben und würde nicht wieder zurück wollen, selbst wenn der wenig wahrscheinliche Fall eintreten sollte und wir uns trennen sollten. Unten kann man unser Mehrfamilienhaus sehen, dass wunderbar zwischen einem kleinen Park (den Wasserschlosspark) und einer Gartenanlage liegt. Im Prinzip merkt man erst auf den zweiten Blick, dass man in einer Großstadt wohnt.

                                          

 

 

Das Foto unten ist eine Nachtaufnahme am Strand von Teneriffa wärend unseres Urlaubes 2001.

 

                


Zu meinem 38'sten Geburtstag wollte ich es mal wieder so richtig knallen lassen. Aus diesem Grunde, naja und auch ein wenig weil wir unseren Freunden mal unsere neue Wohnung zeigen wollten, machte ich bei uns zu Hause eine tolle Party. Und damit wir die Belastungsgrenze unseres Galeriezimmers ermitteln konnten, lies ich all unsere Freunde die Treppen hinaufsteigen, um sogleich ein Foto von allen zu machen.

 

 

Auf Schnee brauchten wir im Winter 2001/2002 nicht verzichten. Das Foto zeigt Ramona und mich im Leutzscher Auenwald.


 

 

Im Juni 2002 feierte mein Vater seinen 65'sten Geburtstag in einer Gaststätte in Meuschau bei Merseburg. Auf Bild 2 zeige ich voller Stolz meine neuen Errungenschaften (Laptop mit 512 Mb Arbeitsspeicher und 40 Gb Festplatte, Scanner, Drucker und eine kleine Digitalkamera mit für 2003 sagenhaften 3,2 MP Auflösung, diese Angaben sind fürs Archiv). Das digitale Zeitalter hatte bei mir Einzug gehalten.

                               

 

Im Jahr 2003 pachteten Silly und Mike einen Garten am Lindenauer Hafen. Und was gibt es schöneres in einem Garten, als einen eigenen Pool. Doch davor muß man erst einmal ein großes Loch ausheben. Und dann kam der Lohn für unsere Mühe!

                               

 

Und darunter noch ein Foto von mir, welches Ramonas Werk ist.

                                                    

 

 

 

Auf den unteren 3 Fotos sieht man die Tätigkeit, die ich, von ein paar Unterbrechungen mal abgesehen, 21 Jahre ausgeführt habe. Hier bin ich letztmalig an meiner Flexodruckmaschine in Merseburg zu sehen. Darunter von links nach rechts "Henne"- mein damaliger Vorarbeiter, Mario, Jörgi und Wolfgang, genannt der "Russe". Unten drunter noch einmal "meine" Druckmaschine. Doch als eines Tages ein findiger Westunternehmer Namens Blaeser beschloß unsere Firma zu übernehmen und, da er sie aus einem Konkurs heraus übernahm, sogar noch 1 1/2 Jahre Fördergelder kassierte, kam statt der ersehnten Rettung das entgültige Aus für einen Großteil unserer Firma. Als diese Frist verstrichen war, lies er sämtliche Maschinen abmontieren und verschwand auf nimmerwiedersehen im tiefsten Badenwürttemberg. Wir verloren unsere Arbeitsplätze und unsere Mannschaft zerstreute sich in alle Himmelsrichtungen. Jahre später erfuhr ich von Mario, dass dieser Typ letzten Endes im "Westen" irgendwann selber Pleite ging. Doch was hilft die Schadenfreude über seine Schmach, die Sache ist leider nicht mehr rückgängig zu machen. Und so war Ende Februar 2004 mein Ende besiegelt, nach dreiundzwanzig Jahren Aluminium Folie!

                                                   

                               

 

 

Nach einem Monat Resturlaub und Überstunden abfeiern, fand ich schnell wieder Arbeit bei Achilles, einer Papierveredelungsfirma aus Leipzig. Doch nach 5 Monaten Psychostress endete glücklicherweise dort mein Arbeitsverhältnis. Und nach einem 10 tägigen Job in einer Ascherslebener Großdruckerei, konnte ich wieder zurückkehren in heimische Gefilde, um im August 2004 bei der Großbäckerei Löwenbäcker einen Job als Maschinenführer anzutreten. Anfangs fiel mir die Umstellung auf die neue Tätigkeit relativ schwer. Es war ja ein total anderer Berufszweig. Dazu kamen die, sagen wir mal, total familienfeindlichen Arbeitszeiten und Überstunden und nicht zuletzt die anfänglichen Mobbingversuche einiger Mitarbeiter. Doch ich behauptete mich, hielt aber immer Ausschau, ob sich arbeitstechnisch nicht etwas anderes für mich auftun könnte. Es dauerte ganze 2 3/4 Jahre, bis ich ein lukrativeres Angebot von der Konkurrenz bekommen sollte. (Zwischen dem oberen Foto-Jan.2005- und den beiden darunter (Frührahr 2007) liegen 2 Jahre).

 

 

Das lustige Gruppenfoto wurde 2003 auf dem leipziger Weihnachtsmarkt aufgenommen und zeigt uns voll in Action, nachdem wir schon ein paar Feuerzangenbowlen indus haben. Es ist eine alljährlich wiederkehrende Tradition, dass wir uns kurz vor Weihnachten auf dem Platz vor der Nikolaikirche in einer mehr oder weniger großen Gruppe treffen und uns "die Kante geben". Das ist immer wieder ein Mordsgaudi!

                   

 

 

2004 erfüllte ich mir einen Traum oder besser gesagt, mir wurde ein Traum erfüllt, denn Ramona schenkte mir zu meinem 40'sten Geburtstag einen Ballonflug.

                     

 

 

Dieses Foto unten wurde im Oktober 2005 zu meiner Geburtstagsparty (42) bei uns zu Hause aufgenommen. Es zeigt oben Annett und Klaus. Zu diesem Zeitpunkt waren sie seit c.a. einem Jahr ein Paar. Neben Klaus sitzt Diane. Es ist eines der letzten Fotos, welches sie in unserer Mitte zeigt. Das klingt jetzt vielleicht etwas dramatisch, so, als wenn sie zwischenzeitlich gestorben oder auf einen anderen Kontinent gezogen wäre. Nein, auch unsere Wege haben sich leider getrennt. Nach einer mehr oder weniger bedeutenden Frage von Ramona an Diane, auf welche ich hier nicht näher eingehen möchte, fühlte Diane sich so angegriffen und verletzt, dass sie aufstand und zornig unsere Wohnung verließ. Wir versuchten noch uns telefonisch mit ihr zu verabreden, um die Sache aus der Welt und somit wieder in Ordnung zu bringen, für was sie sich anfangs auch bereiterklärte, doch letztendlich ist es nie dazu gekommen; sie hat kurzer Hand abgesagt und seit diesem Tag ist Funkstille. Wir werden es wohl nie verstehen, was sie da geritten hat, müßte gerade sie es doch besser wissen, denn wir beide haben ja schließlich eine ähnliche Situation schon einmal durchlebt mit Sabine und fanden beide dieses Verhalten untragbar für Freunde. Was haben wir beide uns damals den Kopf darüber zerbrochen, als Sabine uns von Heute auf Morgen verließ. Was für ein Blödsinn. Welch schicksalhafte Parallele!

Um einen gewissen emotionalen Abschluß in dieser Angelegenheit zu erreichen sei hier noch folgendes erwähnt. Dianes "auftauchen" in meinem Leben hat an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allen Anschein nach einen tieferen Sinn in meinem (und sicherlich auch ihrem) Leben gehabt. Sie weckte in mir mein heutiges Fable für Spiritualität und meine tiefe Überzeugung für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Durch die ungezählten Diskussionen mit ihr und den zahlreichen Büchern über das Leben und den sogenannten physischen Tod, ist aus dem einstigen atheistischen Materialist ein zwar nicht religiöser, aber an das ewig Lebendige der menschlichen Seele glaubender Mensch geworden. Mein Motto lautet heute:" In diesem Leben bin ich Frank, doch wie hieß ich in meinen vielen vergangen Leben und wie werde ich in meinem nächsten Leben heißen?" Daraus ergibt sich dann auch schon die nächste und wichtigste Frage, wer bin ich (meine Seele) wirklich?!

                

 

 

 

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