Ich gebe es zu, eine Reise nach Berlin hat mich bis dato noch nie so richtig interessiert. Allein die schiere Größe dieser Stadt war mir auf irgendeine Art unheimlich gewesen. Alle möglichen Sehenswürdigkeiten schienen weit verstreut voneinander zu liegen, sodass man gar nicht alles innerhalb weniger Stunden erreichen kann. Stimmt so weit. Doch wenn man auf das richtige Vehikel setzt, ist all das kein Problem. So geschehen auf unserer Tour. 

Aber zunächst von vorne. Wir haben uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt und uns im "ersten Haus am Platz", dem Adlon, für 2 Nächte eingemietet. Klar, bei einem 5 Sterne Plus - Hotel kann das dem Geldbeutel ganz schön strapazieren. Doch wie heißt es doch so schön "man gönnt sich ja sonst nichts". Allein das Frühstück ist ein Erlebnis für sich. Auf unserer To-do-Liste stand unter anderem eine 2 ½ stündige Bootstour auf der Spree. Sie führte uns u.a. quer durch Berlin und sein Umland, sowie durch das Regierungsviertel. Am Abend hatten wir Karten für das Varieté "Tipi am Kanzleramt".

Doch zurück auf besagtes Vehikel. Als wir uns so am Pariser Platz, zwischen dem Hotel Adlon und dem Brandenburger Tor, gleich am ersten Abend so umschauten, erblicken wir einen Mann, der in so einer Art Fahrradrikscha verweilte und auf Kundschaft wartete. Ramona sprach ihn an, ob er uns zur Siegessäule fahren könnte und was uns das kosten würde. Hin und zurück 30 €. Wir willigten ein. Doch durch eine interessante Unterhaltung mit diesem Mann wurde aus der Fahrt zur Siegessäule eine knapp 2-stündige Fahrt durch Berlin, in der wir sehr viele interessante Einblicke erhielten, welche man mit einer normalen Bustour im Leben nicht gesehen hätte. Er fuhr uns in Gegenden wie Kreuzberg, durch den berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, durch das Brandenburger Tor und weiteren sehenswerten Ecken von Berlin. Einfach empfehlenswert! Am Ende kostete uns die Fahrt dann 100 €. Und sie war jeden Cent wert.

Mein Resümee unserer zwar kurzen Berlintour; ich hätte nicht gedacht, dass Berlin so interessant sein kann. Ich muss allerdings auch dazusagen, man muss auch die richtigen "Knöpfe drücken", sprich mal etwas anderes ausprobieren als den "normalen" Ablauf von irgendwelchen Dingen zu folgen. Und ein bisschen auch ein paar Dinge im Vorhinein organisieren. Ist zwar nicht zwingend notwendig, hilft aber mitunter ganz entscheidend.

Überschattet war unser Berlinaufenthalt von dem Attentat eines 21' jährigen Islamisten, der knapp 36 Stunden zuvor einen Anschlag auf die Christopher Street Day - Parade mit einem Auto vollzog, bei welchem eine Frau ihr Leben verlor und etliche andere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Man sieht noch die vielen Blumen und Kerzen zum Gedenken an die Opfer der Tat, die nur wenige hundert Meter von hier verübt wurde. Der Täter wurde einige Stunden später in einer Kleingartenanlage gefasst. Da er auf die Beamten mit einem Messer zustürmte, wurde er erschossen. Und das ist gut so! Sollte es eine, auf welche Art auch immer, "Leben-nach-dem-Todvariante" geben, so wird er wohl hoffentlich mit Entsetzen feststellen, dass er weder im Paradies gelandet ist, noch das ein paar Dutzend Jungfrauen auf ihn warten. Aber vielleicht gibt es ja für Typen wie diesen Abschaum eine Art Fegefeuer, welches ihn ordentlich einheizt?!







                                               


                                               






                                         




                                         


                                         


                                         


                                         


                                         





                               


                                                         




















                   




















                                               


                                               










                                            






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